Keywords kurz vor Seite 1 finden: die Striking Distance

Der schnellste Weg zu mehr Klicks führt selten über neue Seiten, sondern über Suchbegriffe, für die Google dich schon kennt. Wie du sie findest, grob bewertest und die richtige Seite anfasst.

14 Minuten LesezeitAktualisiert am 29. September 2026Auf Englisch lesen

Die meisten Websites haben mehr Traffic in der Schublade, als sie denken. Er steckt nicht in neuen Themen und nicht in neuen Seiten, sondern in Suchbegriffen, für die Google dich schon kennt, aber noch nicht weit genug vorne zeigt. Platz 6, Platz 9, Platz 12: Dort bekommst du Impressionen, aber kaum Klicks. Ein paar Plätze weiter oben sähe dieselbe Zeile völlig anders aus.

Im englischsprachigen SEO heißen diese Suchbegriffe „Striking Distance Keywords“, also Keywords in Schlagweite. Gemeint ist immer dasselbe: Keywords kurz vor Seite 1 oder kurz vor den obersten Plätzen, bei denen ein überschaubarer Aufwand einen sichtbaren Unterschied macht. Dieser Text zeigt, wie du sie in der Google Search Console selbst findest, wie du ihr Potenzial grob schätzt, was du mit den Kandidaten tust und an welchen Stellen die Liste dich in die Irre führt.

Warum Platz 4 bis 15 der größte Hebel ist

Klicks verteilen sich in der Trefferliste nicht gleichmäßig. Sie fallen von oben nach unten steil ab, und nach Platz 3 knickt die Kurve besonders deutlich ein. Die genauen Werte schwanken je nach Studie, Branche und Aufbau der Ergebnisseite erheblich, die Form der Kurve nicht. Als grobe Größenordnung: Die ersten drei Plätze teilen sich den Großteil der Klicks, Platz 3 liegt irgendwo um die zehn Prozent, ab Platz 8 sind es wenige Prozent, und auf Seite zwei bleibt meist ein Prozent oder weniger.

Daraus folgt eine unbequeme Rechnung. Ein Keyword auf Platz 1 kannst du kaum noch verbessern. Ein Keyword auf Platz 40 bringt dir auch nach viel Arbeit vielleicht noch nichts, weil Google die Seite für dieses Thema offensichtlich nicht als relevant einstuft. Dazwischen liegt ein Band, in dem Google deine Seite schon für passend hält und nur noch nicht für die beste Antwort. Dort reicht oft ein besserer Titel, ein fehlender Abschnitt oder ein paar interne Links, um mehrere Plätze gutzumachen.

Warum ausgerechnet 4 bis 15? Die untere Grenze ist leicht erklärt: Wer schon unter den ersten drei steht, hat den großen Sprung hinter sich. Die obere Grenze ist eine Konvention. Manche nehmen 4 bis 10 und schauen nur auf Seite eins, andere gehen bis 20. Platz 11 bis 15 mitzunehmen lohnt sich, weil diese Keywords am Ende von Seite eins mitspielen, sobald die Position ein wenig schwankt, und weil der Sprung auf Seite eins dort den größten relativen Unterschied macht. Ab etwa Platz 20 wird es selten eine Frage der Feinarbeit.

Eine Sache vorweg, damit die Zahlen stimmen: Die Position in der Search Console ist ein Durchschnitt. Sie ist der über Impressionen gewichtete Mittelwert der jeweils besten Platzierung deiner Seite, über alle Geräte, Orte und Tage des Zeitraums. Position 8 heißt nicht, dass du auf 8 stehst, sondern dass du im Mittel dort erscheinst. Wie man diese Zahl richtig liest, steht ausführlich in Impressionen ohne Klicks.

Schritt für Schritt: Striking Distance Keywords in der Search Console finden

Du brauchst nichts außer einer eingerichteten Search Console mit ein paar Wochen Daten. Wenn das noch fehlt, hilft Google Search Console einrichten.

1. Den richtigen Bericht und Zeitraum wählen. Öffne Leistung und dort den Bericht „Suchergebnisse“. Stell den Zeitraum auf die letzten drei Monate. Kürzere Zeiträume sind bei kleinen Websites zu dünn, längere mischen alte Positionen in den Durchschnitt, die heute nicht mehr gelten. Aktiviere oben alle vier Kennzahlen: Klicks, Impressionen, durchschnittliche CTR und durchschnittliche Position.

2. Zu den Suchanfragen wechseln. Unter dem Diagramm steht die Tabelle mit dem Reiter „Suchanfragen“. Das ist deine Rohliste. Sie zeigt allerdings nicht alle Suchbegriffe, dazu weiter unten mehr.

3. Nach Position filtern. Über der Tabelle sitzt rechts ein Filtersymbol, mit dem du die Zeilen nach einer Kennzahl eingrenzt. Wähle „Position“, „Größer als“ und trag 3 ein. Damit fallen alle Keywords weg, die schon oben stehen. Die obere Grenze bei 15 ziehst du beim Lesen: Sortierst du im nächsten Schritt nach Impressionen, landen die Zeilen weit hinten ohnehin selten oben, und die übrigen erkennst du an der Positionsspalte. Wer es sauber haben will, exportiert die Tabelle und grenzt in der Tabellenkalkulation auf 4 bis 15 ein.

4. Nach Impressionen sortieren. Klick auf die Spaltenüberschrift „Impressionen“, bis die größten Werte oben stehen. Impressionen sind hier die Nachfrage: Sie sagen, wie oft Google dich für diesen Begriff überhaupt gezeigt hat. Eine Zeile mit 3.000 Impressionen auf Platz 9 ist wertvoller als eine mit 80 Impressionen auf Platz 5, auch wenn die zweite näher an den Top 3 liegt.

5. Die Marke herausnehmen. Suchanfragen mit deinem Namen verzerren die Liste, denn für sie stehst du meist ohnehin oben, und wo nicht, hilft Optimierung wenig. Klick oben auf „Filter hinzufügen“ (je nach Ansicht „+ Neu“), dann „Suchanfrage“, dann „Benutzerdefiniert (Regex)“ und „Stimmt nicht mit dem Regex überein“. Trag alle Schreibweisen deines Namens ein, getrennt durch einen senkrechten Strich, etwa beispiel.?baeckerei|beispiel.?bäckerei|meyer backt. Der Abgleich ignoriert Groß- und Kleinschreibung. Denk an Tippfehler, Namen von Inhabern oder Produkten und an die Domain mit Endung.

Seit Ende 2025 bietet die Search Console für viele Properties zusätzlich einen eigenen Markenfilter an, der Markensuchen automatisch erkennt. Er ist ein guter Anfang, nur erkennt er nicht jeden Personen- oder Produktnamen. Der Regex bleibt die Kontrolle, die du selbst in der Hand hast.

6. Die Saison prüfen. Ein Keyword, das im Sommer auf Platz 7 steht, weil gerade kaum jemand danach sucht, ist ein anderer Fall als eins, das dauerhaft dort hängt. Öffne dafür den Datumsfilter, wechsle auf „Vergleichen“ und stell die letzten drei Monate gegen denselben Zeitraum im Vorjahr. Die Tabelle zeigt dann beide Werte nebeneinander. Springen die Impressionen eines Keywords zwischen den Jahren stark, hast du ein saisonales Thema. Das ist kein Grund, es zu streichen, aber ein Grund, es rechtzeitig vor der Saison anzufassen und nicht mittendrin.

7. Eine Untergrenze setzen. Zeilen mit sehr wenigen Impressionen sind Rauschen. Eine einzige Einblendung auf Platz 5 macht noch keinen Kandidaten. Wie hoch die Grenze liegt, hängt von der Größe deiner Website ab. Bei einer kleinen Website können schon 50 bis 100 Impressionen im Quartal ein Signal sein, bei einem großen Shop fängst du eher bei ein paar Tausend an. Der Filter „Impressionen“, „Größer als“ erledigt das in der Tabelle.

Übrig bleibt eine Liste, die selten länger als ein paar Dutzend Zeilen ist. Das ist gut so. Niemand bearbeitet hundert Keywords gleichzeitig.

Das Potenzial grob schätzen

Eine Liste nach Impressionen zu sortieren ist ein Anfang, aber sie beantwortet nicht die eigentliche Frage: Was bringt es, wenn dieses Keyword nach oben rückt? Dafür reicht eine einfache Rechnung.

Nimm die Impressionen des Keywords, multipliziere sie mit einer typischen Klickrate auf Platz 3 und zieh die Klicks ab, die du jetzt schon hast. Für Platz 3 kannst du grob mit zehn Prozent rechnen. Das Ergebnis ist eine Schätzung, wie viele Klicks zusätzlich drin wären.

Ein erfundenes Beispiel für die Website einer Bäckerei, beispiel-baeckerei.de:

KeywordImpressionen (3 Monate)PositionKlicksPotenzial auf Platz 3, grob
dinkelbrot ohne hefe7.2006,8210ca. 500 Klicks mehr
sauerteigbrot kaufen1.80012,415ca. 165 Klicks mehr
roggenmischbrot rezept9004,655ca. 35 Klicks mehr

Die dritte Zeile steht der Spitze am nächsten und bringt am wenigsten. Die erste ist weiter weg und bringt am meisten. Dieses Muster ist häufig, und genau deshalb lohnt sich die Rechnung.

Drei Einschränkungen gehören dazu, damit die Zahl nicht mehr verspricht, als sie kann:

  • Die Klickrate auf Platz 3 ist ein Durchschnitt. Bei einer Ergebnisseite mit KI-Übersicht, Anzeigen oder Kartenpaket bekommt Platz 3 deutlich weniger. Bei einer Markensuche mehr. Tipp die wichtigsten Kandidaten einmal selbst bei Google ein und schau, was über den normalen Ergebnissen steht.
  • Die Impressionen können sich verändern. Wer von Seite zwei auf Seite eins rückt, bekommt meist mehr Impressionen, weil Seite zwei nur gezählt wird, wenn jemand umblättert. Die Schätzung ist für Keywords jenseits von Platz 10 deshalb eher vorsichtig.
  • Platz 3 ist kein Versprechen. Die Rechnung sagt, was ein Aufstieg wert wäre, nicht, dass er gelingt. Sie ist ein Werkzeug zum Sortieren, keine Prognose.

Für die Reihenfolge kombinierst du das Potenzial mit dem Abstand. Ein Keyword auf Platz 5 mit ordentlichem Potenzial ist oft schneller gewonnen als eins auf Platz 14 mit etwas mehr. Eine brauchbare Faustregel: oben anfangen, wo Potenzial und Nähe beide stimmen, und die Kandidaten jenseits von Platz 10 als mittelfristige Aufgabe behandeln.

Was du mit einem Kandidaten tust

Ein Keyword kann man nicht optimieren. Optimieren kann man nur die Seite, die dafür rankt. Deshalb beginnt jede Arbeit an einem Kandidaten mit derselben Frage.

Welche Seite rankt überhaupt? Klick in der Tabelle auf das Keyword. Die Search Console setzt es damit als Filter, und im Reiter „Seiten“ siehst du, welche URLs dafür Impressionen bekommen. Steht dort eine einzige Seite, ist die Sache klar. Stehen dort zwei oder drei, die sich die Impressionen teilen, hast du womöglich ein Kannibalisierungsproblem, dazu gleich mehr.

Passt die Suchintention? Tipp das Keyword selbst bei Google ein und schau dir die ersten drei Ergebnisse an. Sind es Ratgeber, Produktseiten, Rezepte, lokale Einträge, Videos? Rankt deine Produktseite für „dinkelbrot ohne hefe“, während oben nur Rezepte stehen, wirst du mit Feinarbeit nicht an ihnen vorbeikommen. Dann ist die Frage nicht, wie die Seite besser wird, sondern ob du eine andere Seite brauchst. Passt die Art der Seite, geht es weiter.

Title und Meta-Description. Steht das Keyword oder eine sehr nahe Formulierung im Titel? Verspricht der Titel etwas, das zur Suchanfrage passt? Bei Kandidaten auf Platz 4 bis 7 ist der Titel oft der schnellste Hebel, weil er Position und Klickrate zugleich beeinflusst. Was einen guten Titel ausmacht, steht in Title und Meta-Description.

Den Inhalt vertiefen. Lies die anderen Suchanfragen, für die dieselbe Seite rankt, und die ersten Ergebnisse vor dir. Welche Teilfragen beantworten die, die bei dir fehlen? Häufig ist es nicht mehr Text, sondern ein bestimmter Abschnitt: eine Tabelle mit Mengen, ein Absatz zu einem Sonderfall, eine klare Antwort im ersten Satz. Ergänze gezielt, statt die Seite zu verlängern. Wie eine Überarbeitung aufgebaut ist, die tatsächlich zählt, steht in Inhalte aktualisieren.

Interne Links setzen. Such die Seiten deiner Website, die schon gut ranken oder viel Besuch haben und thematisch passen. Setz von dort einen Link mit einem beschreibenden Ankertext auf den Kandidaten. Beschreibend heißt: ein Text, der sagt, worum es auf der Zielseite geht, nicht „hier klicken“. Interne Links sind der Hebel, der am häufigsten vergessen wird, weil er nicht auf der Seite selbst stattfindet.

Eine Sache nach der anderen. Notiere das Datum, an dem du etwas geändert hast, und warte vier bis sechs Wochen, bevor du urteilst. Änderst du Titel, Inhalt und interne Links gleichzeitig an zehn Seiten, weißt du hinterher nicht, was gewirkt hat. Pro Woche eine Seite ist ein Rhythmus, der sich halten lässt.

Die typischen Fallen

Die Liste aus der Search Console sieht sauber aus. Ein paar Zeilen darin sind es nicht, und wer sie nicht erkennt, investiert Arbeit an der falschen Stelle.

Markensuchen, die durchrutschen. Der Regex erwischt nur, was du einträgst. Der Name der Inhaberin, ein altes Produkt, ein Kürzel, unter dem Stammkunden suchen: All das taucht als scheinbar normales Keyword auf. Wenn eine Zeile eine Klickrate hat, die für ihre Position viel zu hoch ist, ist es oft eine Markensuche.

Anfragen von Bots und Werkzeugen. Manche Zeilen stammen nicht von Menschen. Suchanfragen in Anführungszeichen, mit Operatoren wie site:, inurl: oder intitle:, mit einem Minus vor einem Wort oder mit merkwürdigen Zeichen am Anfang werden meist von Rank-Trackern, Scrapern oder SEO-Werkzeugen erzeugt. Sie bringen Impressionen ohne echte Nachfrage dahinter. Filter sie heraus, etwa mit einem zweiten Regex-Filter, der Anführungszeichen und Doppelpunkte ausschließt.

Anonymisierte Suchanfragen. Die Search Console zeigt nicht jeden Suchbegriff. Seltene Anfragen lässt Google aus Datenschutzgründen weg, und bei vielen Websites entfällt darauf ein spürbarer Teil der Klicks. Die Liste ist also eine Auswahl, nicht das vollständige Bild. Das ist kein Fehler, den du beheben kannst, aber ein Grund, einzelne Zeilen nicht überzubewerten.

Kannibalisierung. Ranken zwei deiner Seiten abwechselnd für dasselbe Keyword, springt die Durchschnittsposition und keine der beiden kommt richtig nach vorn. In der Tabelle sieht das wie ein Kandidat auf Platz 9 aus, tatsächlich hast du ein Strukturproblem. Die Lösung ist dann nicht, eine Seite zu verbessern, sondern zu entscheiden, welche zuständig ist, und die andere darauf zu verlinken oder mit ihr zusammenzulegen.

Der Durchschnitt über Geräte und Länder. Position 8 kann heißen: auf dem Desktop Platz 4, auf dem Handy Platz 12. Oder in Deutschland Platz 5, in der Schweiz Platz 20. Wenn ein Kandidat merkwürdig wirkt, filter einmal nach Gerät und Land, bevor du die Seite anfasst.

Datenverzug. Die Search Console hinkt zwei bis drei Tage hinterher, und die letzten Tage sind oft unvollständig. Wer eine Änderung am Montag macht und am Mittwoch nachschaut, sieht nichts oder das Falsche. Eine Wirkung auf die Position zeigt sich ohnehin eher nach Wochen als nach Tagen. Wenn du einen Einbruch statt eines Kandidaten suchst, ist Ranking verloren der bessere Einstieg.

Womit du anfängst

  1. Leistungsbericht öffnen, drei Monate, Reiter „Suchanfragen“, alle vier Kennzahlen einschalten.
  2. Filter „Position größer als 3“, nach Impressionen sortieren, Marke per Regex ausschließen.
  3. Bot-Anfragen mit Anführungszeichen und Operatoren aussortieren.
  4. Für die ersten zwanzig Zeilen das Potenzial grob schätzen: Impressionen mal zehn Prozent, minus die jetzigen Klicks.
  5. Drei Kandidaten auswählen, bei denen Potenzial und Nähe zur Spitze beide stimmen.
  6. Für den ersten davon die rankende Seite finden, die Ergebnisseite ansehen, Suchintention prüfen.
  7. Eine gezielte Änderung machen, Datum notieren, vier bis sechs Wochen warten, dann vergleichen.

Wie Traffalyzer das übernimmt

Die Suche oben ist in einer halben Stunde erledigt. Sie jede Woche zu wiederholen, ist der Teil, an dem es meistens scheitert. Traffalyzer übernimmt das Mechanische aus deiner eigenen Search Console: Die Karte „Keywords kurz vor Seite 1“ im Wachstumsplan zeigt, wie viele Keywords auf Platz 4 bis 15 stehen, wie viele Klicks ein Sprung in die Top 3 ungefähr brächte und welches Keyword der größte Hebel ist. Im Keywords-Tab steht die ganze Liste mit dem Filter „Platz 4–15“.

Markensuchen rechnet Traffalyzer automatisch aus dem Domainnamen heraus, eigene Begriffe wie Personen- oder Produktnamen trägst du selbst ein. Suchanfragen mit Anführungszeichen und Operatoren werden herausgefiltert. Die Schwelle, ab der ein Keyword zählt, passt sich an die Größe der Website an, damit auch kleine Seiten eine Liste bekommen. Und im Wochenbrief steht jede Woche unter „Aufgabe der Woche“ eine konkrete Aufgabe zu einem dieser Keywords. Welche Seite du dafür wie änderst, bleibt deine Entscheidung.

Häufige Fragen

Was sind Striking Distance Keywords?

Suchbegriffe, für die deine Website schon rankt, aber knapp unterhalb der obersten Plätze, meist auf Platz 4 bis 15. Der Begriff kommt aus dem englischsprachigen SEO und bedeutet „in Schlagweite“. Bei diesen Keywords hält Google deine Seite bereits für relevant, deshalb reicht oft ein überschaubarer Aufwand, um ein paar Plätze gutzumachen und deutlich mehr Klicks zu bekommen.

Warum gerade Platz 4 bis 15?

Weil die Klickrate nach Platz 3 stark abfällt und auf Seite zwei fast bei null liegt. Unter den ersten drei ist der große Sprung schon geschafft, jenseits von Platz 20 hält Google die Seite für dieses Thema meist nicht für relevant genug, als dass Feinarbeit reicht. Die Grenzen sind eine Konvention, manche arbeiten mit 4 bis 10 oder 5 bis 20.

Kann ich in der Search Console nach Position filtern?

Ja, über das Filtersymbol rechts über der Tabelle. Dort wählst du „Position“ und „Größer als“ oder „Kleiner als“. Der Filter wirkt auf die Zeilen, die der Bericht geladen hat, also höchstens 1.000. Sortier deshalb vorher nach Impressionen, damit die wichtigsten Zeilen dabei sind. Für ein festes Band wie 4 bis 15 ist der Export in eine Tabellenkalkulation der sicherste Weg.

Wie schließe ich meine Marke aus?

Mit einem Filter auf die Suchanfrage: „Benutzerdefiniert (Regex)“ und „Stimmt nicht mit dem Regex überein“, dann alle Schreibweisen deines Namens mit senkrechtem Strich getrennt. Viele Properties haben inzwischen zusätzlich einen eingebauten Markenfilter. Er ist bequem, erkennt aber nicht jeden Personen- oder Produktnamen, deshalb lohnt der Blick auf die Liste danach.

Wie lange dauert es, bis sich die Position verbessert?

Meist einige Wochen. Google muss die Seite neu crawlen, und die Search Console zeigt Veränderungen mit zwei bis drei Tagen Verzug. Eine geänderte Seite kannst du über die URL-Prüfung zur erneuten Indexierung anmelden, das beschleunigt das Crawlen, nicht die Bewertung. Urteile frühestens nach vier bis sechs Wochen.

Soll ich für ein Striking Distance Keyword eine neue Seite schreiben?

Fast nie. Die bestehende Seite hat schon Vertrauen für das Thema aufgebaut, eine neue fängt bei null an und konkurriert im schlimmsten Fall mit der alten. Eine neue Seite lohnt sich nur, wenn die Suchintention eine völlig andere Art von Seite verlangt, etwa ein Rezept statt einer Produktseite.

Wie viele Keywords sollte ich gleichzeitig bearbeiten?

Wenige. Eine Seite pro Woche ist ein guter Rhythmus. Wer viele Seiten gleichzeitig ändert, kann hinterher nicht sagen, was gewirkt hat, und verliert die Möglichkeit, aus den eigenen Daten zu lernen.

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