Lokal gefunden werden: Unternehmensprofil statt Website

Deine Website steht auf Platz vier, aber im Kartenblock darüber tauchst du nicht auf. Der größte Hebel für lokale Betriebe ist nicht die Website, und Entfernung kannst du nicht wegoptimieren.

13 Minuten LesezeitAktualisiert am 29. August 2026Auf Englisch lesen

Sonntagabend, jemand tippt auf dem Handy „elektriker bochum notdienst“ ein. Oben erscheint eine Karte mit drei Betrieben: Sterne, Entfernung, Anrufknopf. Darunter beginnen die blauen Links, und auf Platz vier steht deine Website. Angerufen wird trotzdem einer der drei aus der Karte, weil der Daumen dort liegt, bevor jemand nach unten scrollt. Du hast nicht schlecht gerankt. Du hast im falschen Ergebnis gerankt.

Dieser Text erklärt, warum Karte und Trefferliste zwei getrennte Ergebnisse mit zwei Mechanismen sind, sortiert die Felder deines Unternehmensprofils nach Wirkung, zieht bei Bewertungen eine harte Grenze und endet mit einer Reihenfolge für die ersten zwei Wochen.

Warum du in der Karte fehlst, obwohl die Website auf Platz vier steht

Die Karteneinträge stammen nicht von deiner Website, sondern aus Unternehmensprofilen: einer eigenen Datenbank mit Adressen, Kategorien, Öffnungszeiten und Bewertungen. Darunter konkurrieren Webseiten. Zwei Töpfe, zwei Auswahlverfahren. Deshalb kann ein Betrieb im Kartenblock auf Platz eins stehen und in den normalen Ergebnissen auf Seite drei.

Für die Karte nennt Google drei Faktoren. Relevanz ist die Frage, wie gut dein Profil zu dem passt, was jemand gesucht hat: entschieden über Hauptkategorie, Leistungen, Beschreibung, Attribute. Vollständig in deiner Hand, und der Teil, an dem am wenigsten gearbeitet wird. Entfernung ist der Abstand zwischen dem Suchenden und deiner Adresse, null Prozent in deiner Hand. Bekanntheit ist, wie bekannt dein Betrieb ist; Google zählt dazu ausdrücklich Websites, die auf dich verweisen, sowie Anzahl und Bewertung deiner Rezensionen. Beeinflussbar, aber langsam.

KarteneinträgeKlassische Treffer
Grundlagedein Unternehmensprofildeine Webseiten
Was entscheidetRelevanz, Entfernung, BekanntheitInhalt, Verlinkung, Technik
Wo du drehstKategorien, Leistungen, BewertungenSeitentexte, Struktur, Ladezeit

Zwei von drei Faktoren kannst du bearbeiten. Der dritte ist der Grund für den nächsten Abschnitt.

Entfernung kannst du nicht wegoptimieren

Ein Elektrobetrieb sitzt in Bochum und will in Düsseldorf in die Karte. Das sind gut 45 Kilometer, und in Düsseldorf gibt es Dutzende Elektrobetriebe mit Düsseldorfer Adresse. Wer dort auf dem Handy sucht, bekommt Betriebe aus wenigen Kilometern Umkreis. Kein Beitrag und keine dreißig weiteren Bewertungen ändern die 45 Kilometer.

Das widerspricht dem, was viele Agenturen verkaufen („wir bringen Sie in zehn Städten in die Karte“), und zwar grundsätzlich. Im Kartenblock einer Stadt, in der du keine besetzte Adresse hast, gegen ortsansässige Wettbewerber anzuarbeiten, ist teuer und meistens verloren. Was in der Nachbarstadt tatsächlich geht: die klassischen Treffer unter der Karte, wo Entfernung viel schwächer wirkt, und bezahlte Anzeigen. Der Kartenblock ist kein Weg.

Die Arbeit, die sich rechnet, sieht unspektakulärer aus: den eigenen Radius vollständig gewinnen. Fünf Leistungen mal vier Orte im Umkreis von zwanzig Kilometern sind zwanzig Kombinationen, und bei den meisten Betrieben ist keine davon bewusst bearbeitet. Beim Rest wird man ehrlich. Ein Satz wie „wir fahren im Umkreis von 40 Kilometern, weiter auf Anfrage“ verliert keinen Kunden, sondern spart dir die Anrufe, für die du zwei Stunden auf der A40 stehst.

Das Unternehmensprofil, Feld für Feld nach Wirkung sortiert

Die Hauptkategorie ist das wirksamste einzelne Feld im ganzen Profil. Sie steht auch am häufigsten falsch, und zwar zu allgemein: „Bauunternehmen“ statt „Elektriker“, „Arzt“ statt „Hautarzt“, „Rechtsanwalt“ statt „Fachanwalt für Arbeitsrecht“, wenn das das Geschäft ist. So findest du die richtige: Such die Anfrage, die du gewinnen willst, öffne die drei Profile aus dem Kartenblock und schau nach, welche Kategorie unter ihrem Namen steht. Dann nimm die spezifischste, die dein Hauptgeschäft beschreibt, nicht die breiteste. Erlaubt ist eine Hauptkategorie plus bis zu neun Nebenkategorien; die erweitern die Relevanz für weitere Anfragen und schalten Felder frei, etwa Speisekarte oder Terminbuchung. Alle neun zu füllen ist Verwässerung, zwei bis vier echte reichen. Ein Wechsel der Hauptkategorie wirkt oft innerhalb von Tagen, in beide Richtungen: ändere eine Sache und warte.

Leistungen und Produkte sind Freitextfelder, und dort landen die Anfragen, die Geld bringen. Trag jede Leistung einzeln ein, mit dem Wort, das Kunden benutzen, nicht mit dem aus deiner Angebotsvorlage. „Wallbox installieren“ ist eine Leistung, „Elektroinstallation“ ist eine Überschrift.

Öffnungszeiten inklusive Feiertagen. Falsche Zeiten sind der einzige Fehler in diesem Text, der dir direkt eine schlechte Bewertung einbringt: Jemand fährt hin und steht vor verschlossener Tür. Genauso teuer ist der umgekehrte Fall, ein Profil, das samstags als geschlossen gilt, obwohl geöffnet ist. Dann fallen die Samstagssuchen aus.

Fotos, echte statt Symbolbilder. Der Grund ist nicht Ästhetik. Wer drei Profile vergleicht, entscheidet in Sekunden, welches nach einem echten Betrieb aussieht. Zwei Monteure vor einem beschrifteten Transporter, ein fertiger Sicherungskasten, die Werkstatt: das erkennt jeder als real. Das Stockfoto mit lächelndem Modell im sauberen Blaumann erkennt auch jeder. Handyfotos von der Baustelle sind der billigste Inhalt, den dein Betrieb produziert.

Beiträge, Fragen und Attribute. Beiträge wirken nicht auf das Ranking, sondern darauf, dass das Profil lebendig aussieht. Im Bereich Fragen und Antworten darf jeder antworten, auch Wettbewerber: stell deine eigenen Fragen und beantworte sie selbst, nämlich die fünf, die dir täglich am Telefon gestellt werden. Attribute sind Häkchen (barrierefreier Zugang, Parkplatz, Kartenzahlung, „Termin erforderlich“), fünf Minuten Arbeit, und sie speisen die Filter, mit denen Leute die Auswahl einschränken.

Ladenadresse oder Einzugsgebiet. Wenn du Kunden nicht an deiner Adresse empfängst, sondern zu ihnen fährst, verbirgst du die Adresse und trägst ein Einzugsgebiet ein. Googles Regel ist eindeutig: Eine sichtbare Adresse setzt voraus, dass der Standort während der angegebenen Zeiten besetzt ist und Kunden empfangen kann. Ein Briefkasten oder ein gemietetes Büro, in dem niemand arbeitet, ist nicht zulässig. Und ein Missverständnis gleich mit ausräumen: Eine verborgene Adresse hebt den Entfernungsfaktor nicht auf.

Wie wichtig sind Bewertungen für das lokale Ranking?

Sie zählen zur Bekanntheit, über Anzahl und Bewertung. Nur ist die Anzahl keine absolute Größe, sondern eine relative. Zehn Rezensionen sind wenig, wenn die drei im Kartenblock achtzig haben, und ordentlich, wenn die drei zwölf haben. Aktualität wirkt zusätzlich: Vierzig Bewertungen, alle aus 2021, lesen sich wie ein Betrieb, der aufgehört hat. Ein steter Zulauf von zwei oder drei im Monat ist mehr wert als ein Schub, und ein Schub ist genau das Muster, das gefiltert wird.

Antworten kontrollierst du komplett, und der wichtigste Satz dazu: Du schreibst sie nicht für den Verfasser, sondern für die Leute, die sie in sechs Monaten lesen. Eine sachliche Zeile unter einer schlechten Bewertung („wir waren zwei Tage zu spät, das war unser Fehler, den Anfahrtsanteil haben wir erstattet“) wirkt besser als jede Verteidigung. Rechthaben ist hier ein Verlustgeschäft.

Jetzt die Grenze, und sie ist nicht verhandelbar. Googles Richtlinien führen dafür zwei Kategorien, gefälschtes Engagement und Manipulation von Bewertungen. Verboten ist jede Gegenleistung für eine Bewertung: Geld, Rabatt, Gratisleistung, Gutschein. Verboten ist ebenso, negative Bewertungen zu unterbinden oder gezielt nur positive einzusammeln. Damit fällt auch der beliebte Trick durch, Kunden vorher zu filtern, also die Zufriedenen zu Google zu schicken und die Unzufriedenen auf ein internes Formular. Die Folgen reichen vom Löschen aller Bewertungen einer Aktion bis zur Sperrung des Profils. Erlaubt und wirksam ist, nach getaner Arbeit im Gespräch zu fragen, mit dem kurzen Bewertungslink aus deinem Profil. Nicht drei Wochen später per Serienmail, und du fragst alle, nicht die Ausgewählten.

Name, Adresse, Telefonnummer: wo die Konsistenz bricht

Der zweite große Hebel ist unspektakulär: dieselben drei Angaben, überall gleich. Typische Bruchstellen: eine alte Adresse im Fußbereich, weil der Umzug nur auf der Kontaktseite nachgezogen wurde. Eine abweichende Telefonnummer in einem Verzeichniseintrag von 2016. Ein Firmenname mit Zusatz, im Impressum „Müller Elektrotechnik GmbH“, im Profil „Müller Elektro“. Die Prüfung dauert eine halbe Stunde: Such deine Telefonnummer in Anführungszeichen und deinen Firmennamen, geh zwei Ergebnisseiten durch, notier jede Abweichung. Aufgeräumt wird von innen nach außen: erst die eigene Website, dann das Profil, dann die drei Verzeichnisse, in denen du wirklich auftauchst.

Eine Warnung gehört hierher, weil sie Betriebe regelmäßig ihr Profil kostet: Suchbegriffe im Firmennamen sind ein Richtlinienverstoß. „Müller Elektrotechnik Bochum Notdienst 24h“ ist nicht erlaubt. Der Name im Profil ist der Name aus der echten Welt, der auf dem Transporter, dem Schild und der Rechnung steht. Unnötige Zusätze können zur Sperrung führen, und dazu zählen auch Werbeslogans, Ortsangaben und Telefonnummern. Kurzfristig wirkt es, deshalb macht es jeder Dritte. Gemeldet wird es von Wettbewerbern, und Google greift auch von selbst ein.

Dieselben öffentlichen Angaben entscheiden inzwischen noch etwas anderes. Fragt jemand ein Sprachmodell nach einem Betrieb in der Nähe, greift es auf genau das zu: Profil, Website, Erwähnungen in Verzeichnissen und lokaler Presse. Einen zweiten Hebel gibt es nicht. Was du an deinen Texten dafür ändern kannst, steht in In ChatGPT gefunden werden.

Eine eigene Seite je Leistung und je Ort, aber mit echtem Inhalt

Die Website trägt zwei Dinge bei: eine ordentliche Seite pro Leistung und eine pro Ort, den du tatsächlich bedienst. Nicht vierzig Städte, sondern die vier, in denen du wirklich arbeitest.

Warum das so oft schiefgeht: Ortsseiten entstehen per Vorlage, in der nur der Ortsname getauscht wird. Solche Seiten sind aus Googles Sicht Beinah-Dubletten. Sie werden gecrawlt und dann liegen gelassen, und in der Search Console erscheinen sie als „Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“ oder „Duplikat, ohne vom Nutzer ausgewählte kanonische Seite“, siehe Seite wird nicht indexiert. Hast du schon dreißig davon, ist die Lösung nicht mehr Text, sondern weniger Seiten: zusammenfassen auf die Orte, über die du etwas zu sagen hast. Das Vorgehen steht in Inhalte aktualisieren.

Was eine Ortsseite echt macht, ist unaufwendig: ein Auftrag, den du dort ausgeführt hast, mit Foto. Die Fahrzeit von deiner Werkstatt. Eine örtliche Besonderheit, die du nur weißt, wenn du dort arbeitest (Altbaubestand ohne Schutzleiter, ein Neubaugebiet mit lauter Wärmepumpen). Dazu Adresse und Öffnungszeiten maschinenlesbar im Quelltext, damit Suchmaschinen und Sprachmodelle sie zuverlässig auslesen: siehe Strukturierte Daten für KI. Das Einsatzgebiet beschreibst du ehrlich, mit Radius und Grenzen. Und die Telefonnummer wird klickbar, weil auf dem Handy niemand Zahlen abschreibt:

<a href="tel:+4923412345678">0234 1234 5678</a>

Anrufe, Routenanfragen und Websiteklicks richtig messen

Dein Profil bringt eigene Zahlen mit, im Bereich Leistung: Aufrufe (wie oft dein Profil in Suche und Maps angesehen wurde), Anrufe (Klicks auf die Anrufschaltfläche), Wegbeschreibungen, Websiteklicks, dazu Nachrichten und Buchungen. Ein Betrieb, der von 40 auf 90 Anrufe im Monat kommt, hat gewonnen, egal was die Besucherzahlen sagen.

Jetzt der Punkt, der die meisten in die Irre führt: Impressionen aus der Karte erscheinen nicht in der Search Console. Die berichtet über deine Website in der Suche. Der Kartenblock und Maps sind eine eigene Oberfläche mit eigener Statistik. Wer lokale Sichtbarkeit an den Search-Console-Zahlen beurteilt, sieht systematisch zu wenig und hält gute Arbeit für wirkungslos.

Der zweite Kniff kostet zwei Minuten. Häng an den Website-Link in deinem Profil Kampagnenparameter:

https://beispiel-elektro.de/?utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=unternehmensprofil

Bleib bei utm_source=google und utm_medium=organic. Dann bleiben diese Besuche im Kanal „Organic Search“, wo sie hingehören, und du kannst sie über die Kampagne herausfiltern. Setzt du ein anderes Medium, wandern sie in einen anderen Kanal, deine organischen Zahlen brechen ein und du suchst einen Rankingverlust, den es nicht gibt. Ohne Parameter landet ein großer Teil dieser Klicks im direkten Verkehr, weil der Verweis unterwegs verloren geht, gerade aus der Maps-App: Direct Traffic in GA4. Und miss die Anrufe von deiner eigenen Seite mit, als Ereignis auf dem Klick auf den tel:-Link, siehe Conversion-Tracking einrichten. Das ist nicht dasselbe wie die Anrufe im Profil, die zählt Google separat. Die beiden Zahlen addieren sich.

Womit du anfängst

Vorher vier Posten, die du streichst. Masseneinträge in billigen Verzeichnissen: 200 Einträge in Portalen, die kein Mensch benutzt, bringen nichts und erzeugen genau die Abweichungen, die du gerade aufräumen wolltest. Eine Briefkastenadresse in einer Stadt, in der du nicht arbeitest: Richtlinienverstoß mit Sperrgefahr, und im Zweifel erwischt die Sperre auch dein echtes Profil. Gekaufte oder belohnte Bewertungen. Und der häufigste Fehler von allen: monatlich für Website-SEO zu zahlen, während das Profil seit drei Jahren unangetastet ist.

Dann, in dieser Folge:

  1. Profil öffnen, Hauptkategorie prüfen, vorher die Hauptkategorien der drei aus dem Kartenblock vergleichen. Eine halbe Stunde.
  2. Leistungen einzeln eintragen, Öffnungszeiten inklusive der nächsten Feiertage, Attribute setzen. Eine Stunde.
  3. Zwanzig echte Fotos hochladen, vom Handy, von den letzten Aufträgen.
  4. Name, Adresse und Telefonnummer auf der eigenen Website vereinheitlichen, Fußbereich und Impressum zuerst.
  5. Den Bewertungslink speichern und ab morgen jeden abgeschlossenen Auftrag damit beenden.
  6. Website-Link im Profil mit Kampagnenparametern versehen.
  7. Erst danach eine Ortsseite je Ort, den du wirklich bedienst.

Die Punkte eins bis sechs sind an einem Nachmittag zu machen. Punkt sieben ist die Arbeit, die den ganzen Winter läuft.

Häufige Fragen

Wie komme ich in die Google-Maps-Ergebnisse?

Du brauchst ein bestätigtes Unternehmensprofil, denn die Karteneinträge kommen ausschließlich von dort und nicht von deiner Website. Anlegen, verifizieren lassen, dann Hauptkategorie, Leistungen und Öffnungszeiten ausfüllen. Ohne Bestätigung erscheinst du gar nicht, mit leerem Profil praktisch nicht.

Brauche ich eine Geschäftsadresse oder geht es auch ohne?

Es geht ohne Ladenlokal, aber nicht ohne echten Standort. Wenn du zum Kunden fährst, verbirgst du die Adresse im Profil und trägst stattdessen ein Einzugsgebiet ein. Eine sichtbare Adresse setzt voraus, dass dort während der angegebenen Zeiten jemand ist und Kunden empfangen kann. Briefkästen und gemietete Büroadressen ohne echten Arbeitsplatz sind nicht zulässig.

Wie viele Bewertungen brauche ich?

Eine absolute Zahl gibt es nicht, und jede, die dir jemand nennt, ist geraten. Was zählt, ist der Vergleich mit den drei Betrieben, die bei dir im Kartenblock stehen. Liegen die bei achtzig, sind zwölf wenig; liegen die bei fünfzehn, sind zwanzig ein Vorsprung. Wichtiger als die Summe ist der Zulauf.

Darf ich Bewertungen kaufen oder belohnen?

Nein, beides verstößt gegen Googles Richtlinien. Untersagt ist jede Gegenleistung für eine Bewertung, also Geld, Rabatt, Gratisleistung oder Gutschein, unabhängig davon, ob die Bewertung ehrlich ist. Ebenfalls untersagt ist das Filtern der Kunden vor der Frage. Die Folgen reichen von der Löschung aller Bewertungen bis zur Sperrung des Profils.

Wie ranke ich in der Nachbarstadt?

Im Kartenblock in der Regel nicht, jedenfalls nicht gegen Wettbewerber, die dort eine Adresse haben. Was geht: die klassischen Treffer unter der Karte und bezahlte Anzeigen für genau dieses Gebiet. Ist die Nachbarstadt wirklich ein Markt, ist die einzige saubere Lösung ein echter, besetzter Standort dort.

Brauche ich eine eigene Seite pro Ort?

Für jeden Ort, den du wirklich bedienst und über den du etwas Eigenes sagen kannst, ja. Seiten mit getauschtem Ortsnamen aus einer Vorlage sind schlimmer als keine: Google erkennt sie als Beinah-Dubletten und nimmt sie oft nicht in den Index auf. Vier gute Ortsseiten bringen mehr als vierzig leere.

Was kostet ein Unternehmensprofil bei Google?

Anlegen und Pflegen ist kostenlos, und es gibt keine bezahlte Option für ein besseres lokales Ranking; Google sagt das selbst ausdrücklich. Wenn dir jemand eine Gebühr für die Aufnahme oder eine „Verifizierungspauschale“ berechnet, ist das entweder eine Vermittlungsleistung, die du nicht brauchst, oder ein Betrugsversuch.

Warum wurde mein Unternehmensprofil gesperrt?

Die häufigsten Gründe: eine Adresse, die die Anforderungen nicht erfüllt (Briefkasten, Büro ohne Besetzung), Suchbegriffe oder Zusätze im Firmennamen, mehrere Profile für denselben Betrieb und Auffälligkeiten bei den Bewertungen. Im Einspruchsverfahren musst du nachweisen, dass der Betrieb dort so existiert: Fotos von Schild und Geschäftsräumen, Gewerbeanmeldung, Rechnungen. Solange das läuft, bist du aus der Karte verschwunden.

Wie messe ich Anrufe über das Profil?

Die Anrufe über die Schaltfläche im Profil zählt Google selbst, im Bereich Leistung als Messwert „Anrufe“, zusammen mit Aufrufen, Wegbeschreibungen und Websiteklicks. Diese Zahl steht in keinem anderen Bericht, auch nicht in GA4. Anrufe über deine Website musst du getrennt messen, als Ereignis auf dem Klick auf den tel:-Link; die beiden Zahlen addieren sich.

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