Unter dem Ratgeber zur Schulterreha auf einer Praxis-Website steht „Von unserem Expertenteam“. Kein Name, kein Foto, kein Link. Ob den Text eine Physiotherapeutin mit fünfzehn Jahren Praxis geschrieben hat oder eine Agentur, die am selben Tag Texte für einen Autohändler geliefert hat, weiß niemand. Genau das fragen sich Leser, und genau das fragen auch die Menschen, die im Auftrag von Google Suchergebnisse bewerten. Hier geht es darum, Erfahrung und Fachwissen so sichtbar zu machen, dass man sie nachprüfen kann, und um das Markup, das diese Angaben spiegelt.
„Experte“ zu schreiben beweist nichts
Google hat für Qualität ein Kürzel: E-E-A-T, also Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauen. Was dahintersteckt und warum es keinen Wert ist, den man messen kann, steht in E-E-A-T-Signale. Für diesen Artikel zählt ein Satz aus den Richtlinien für Googles Qualitätsbewerter (Quality Rater Guidelines, Fassung vom 11. September 2025): E-E-A-T soll sich auf den Inhalt, auf die Reputation und auf überprüfbare Qualifikationen stützen, nicht auf die bloße Behauptung, man sei Experte. Wer seine Expertise nur selbst erklärt und übertreibt, landet in der Bewertung bei Low.
Noch deutlicher wird es bei Täuschung. Erfundene Autorenprofile, etwa KI-Texte mit KI-generierten Porträts als Autorenfoto, oder falsche Angaben zu Qualifikationen führen in den Richtlinien zur schlechtesten Stufe. Ein „Dr.“ vor einem Namen, den niemand findet, schadet also mehr, als er nützt.
Die Bewerter beeinflussen keine einzelnen Rankings, ihre Urteile helfen Google, die eigenen Systeme zu prüfen. Und laut den Richtlinien spricht es weder für noch gegen eine kleine Website, wenn es über sie kaum Reputationsinformationen gibt. Du musst nicht berühmt sein. Du musst zeigen, wer du bist und was du kannst, und zwar so, dass ein Fremder es nachprüfen kann.
Google fragt Seitenbetreiber schlicht: Ist klar, wer den Inhalt geschrieben hat? Gibt es eine Byline, wo Leser eine erwarten? Führt sie zu weiteren Informationen über die Person? Das ist der Maßstab für alles, was folgt.
Eine gute Byline ist sichtbar, verlinkt und nennt die Rolle
Die Byline ist die Autorenzeile beim Text, der kleinste und wichtigste Baustein.
Sichtbar. Der Name steht beim Text, nicht nur im Quelltext. Am besten unter der Überschrift, zusammen mit dem Datum.
Verlinkt. Der Name führt auf eine Seite mit mehr über die Person. Ein Name ohne Link ist ein Anfang, aber eine Sackgasse.
Mit Rolle. Ein halber Satz reicht, der erklärt, warum diese Person über dieses Thema schreibt: „Lena Beispiel, Physiotherapeutin, behandelt seit 2011 Patienten nach Schulteroperationen.“ Das ist eine Behauptung, aber eine, die auf der Autorenseite belegt wird.
Ein erfundenes Beispiel, wie das auf beispiel-physio.de aussehen kann:
Von Lena Beispiel, Physiotherapeutin · Veröffentlicht am 12.9.2026 · Aktualisiert am 30.9.2026
Der Name ist dabei ein Link auf ihre Autorenseite, zum Beispiel beispiel-physio.de/team/lena-beispiel.
Schreiben mehrere Personen an einem Text, nennst du alle. „Anna und Ben“ in einem Feld ist für Leser verständlich, für Maschinen nicht, dazu unten beim Markup mehr.
Was auf eine Autorenseite gehört
Eine offizielle Checkliste von Google gibt es nicht. Aus Googles Fragen lässt sich aber ableiten, was eine Autorenseite leisten muss: zeigen, wer die Person ist, worüber sie schreibt und woher ihr Wissen kommt. John Mueller von Google sagte 2020 sinngemäß, Autorenseiten seien kein Muss, aber sinnvoll, wenn Menschen deinen Informationen vertrauen sollen. Genau darum geht es.
Für Lena Beispiel auf beispiel-physio.de sähe eine gute Autorenseite so aus:
| Baustein | Beispiel | Warum |
|---|---|---|
| Echtes Foto | Porträt in der Praxis, kein Stockbild, kein Platzhalter | Zeigt, dass es die Person gibt |
| Name und Rolle | Lena Beispiel, Physiotherapeutin, Mitinhaberin | Ordnet ein, wer spricht |
| Qualifikation | Staatlich anerkannte Physiotherapeutin seit 2011, Fortbildung in Manueller Therapie | Prüfbare Grundlage |
| Konkrete Erfahrung | Schwerpunkt Schulter und Knie nach Operationen, rund 15 Jahre Praxis | Sagt, was sie wirklich tut |
| Themen | Reha nach Operationen, Übungen für zu Hause, Rückenschmerz im Büro | Googles „areas they write about“ |
| Externe Belege | Link zum Berufsverband, LinkedIn-Profil, Vortrag beim örtlichen Sportverein | Andere bestätigen, was sie sagt |
| Ihre Artikel | Liste aller Beiträge mit Datum | Verbindet Person und Inhalt |
| Kontakt | Termin- oder Kontaktweg der Praxis | Echte Person, echter Weg |
Der wichtigste Unterschied zwischen einer guten und einer schwachen Autorenseite ist Prüfbarkeit. „Ausgewiesene Expertin mit langjähriger Erfahrung“ ist nicht prüfbar. „Staatlich anerkannt seit 2011“, ein Link zu einem externen Profil und eine Liste echter Beiträge sind es.
Reglementierte Berufe haben einen Vorteil: Ärzte, Steuerberater oder Architekten stehen in Kammern und öffentlichen Verzeichnissen. Ein Link dorthin ist die billigste Form, eine Qualifikation von außen bestätigen zu lassen. Was solche Berufe im Impressum ohnehin angeben müssen und wo das Heilmittelwerbegesetz Gesundheitsberufen Grenzen setzt, steht in YMYL-Seiten. Sachliche Angaben zu Qualifikation und Schwerpunkten sind dort in der Regel unproblematisch.
Die Über-uns-Seite braucht echte Namen
Auf vielen kleinen Websites steht unter „Über uns“ ein Satz wie „Wir sind ein junges, dynamisches Team“, darüber ein Stockfoto, das auf hundert anderen Websites auch lächelt. Wer wissen will, wer hinter dem Angebot steht, erfährt nichts. Die Richtlinien nennen die Über-uns-Seite ausdrücklich als Ausgangspunkt dafür, was eine Website über sich selbst sagt, und Google fragt, ob Inhalte zu einer Autorenseite oder zur Über-uns-Seite führen.
Gut ist eine Über-uns-Seite, die Menschen zeigt: Namen, Rollen, echte Fotos aus dem Betrieb, ein paar Sätze zur Geschichte, Mitgliedschaften in Verbänden oder Innungen mit Link. Jede Person, die auch Texte schreibt, verlinkt auf ihre Autorenseite. Und die Seite führt auf Impressum und Kontakt. Was darüber hinaus Vertrauen schafft, von der Adresse bis zu den Bewertungen, beschreibt Vertrauenssignale auf der Website.
„Fachlich geprüft von“ ist eine Zeile für Leser
Nicht jeden Text schreibt die Person, die am meisten davon versteht. Dann hilft ein sichtbarer Prüfvermerk:
Fachlich geprüft von Lena Beispiel, Physiotherapeutin, am 28.9.2026
Auch hier führt der Name auf die Autorenseite der Prüferin.
Bei Themen, die Gesundheit, finanzielle Sicherheit oder Sicherheit betreffen, gewichtet Google E-E-A-T nach eigener Aussage stärker. Dort lohnt der Vermerk am meisten. Die Prüfung muss aber wirklich stattgefunden haben. Ein Vermerk, hinter dem niemand gelesen hat, ist eine falsche Angabe.
In schema.org gibt es dafür reviewedBy und lastReviewed, beide gehören zur WebPage, nicht zum Article. Google dokumentiert reviewedBy nirgends und erzeugt daraus keine besondere Darstellung. Mueller sagte 2019 sinngemäß, Google versuche solche Angaben auf verschiedenen Wegen zu erkennen, und was nur im Markup versteckt sei, nütze Nutzern wenig. Die sichtbare Zeile zählt. Das Markup kannst du ergänzen, ein belegter Effekt ist nicht bekannt.
Erfahrung aus erster Hand zeigen
Erfahrung lässt sich nicht behaupten, nur zeigen. Google fragt, ob ein Inhalt Wissen aus erster Hand erkennen lässt, etwa weil jemand ein Produkt wirklich benutzt hat, und wie der Inhalt entstanden ist.
Am konkretesten sind Googles Richtlinien für Produktbewertungen: eigene Erfahrung mit Bildern oder Links belegen, Messwerte nennen, Vor- und Nachteile aus eigener Prüfung beschreiben, auf weiterführende Quellen verlinken. Das passt auf fast jede kleine Website:
Eigene Fotos statt Stockbilder. Die Übung, fotografiert im eigenen Behandlungsraum. Der Screenshot aus dem eigenen Werkzeug.
Messwerte. Wie viele Termine braucht eine typische Behandlungsserie, was hat sich an der Ladezeit geändert. Zahlen mit Zeitraum sind schwerer zu fälschen als Adjektive.
Fallbeispiele. Ein anonymisierter Fall mit Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis zeigt mehr als drei Absätze Theorie. Bei Gesundheit ohne Erfolgsversprechen.
Methodik offenlegen. Ein Absatz „So sind wir vorgegangen“ beantwortet Googles Frage nach dem Wie. Auch ein KI-Einsatz gehört hierher.
Grenzen nennen. „Das hilft bei Verspannungen, nicht bei einem Bandscheibenvorfall“ ist ein Zeichen von Erfahrung, kein Eingeständnis von Schwäche.
Das Unternehmen als Autor ist in Ordnung, wenn es ehrlich ist
Die Leistungsseite, die Preisliste oder eine Mitteilung zu neuen Öffnungszeiten stammen vom Betrieb, nicht von einer Person. Dann ist das Unternehmen als Autor korrekt, Googles Markup sieht dafür den Typ Organization vor. Ehrlich heißt: Die Über-uns-Seite zeigt, wer dahintersteht. Beruht ein Text auf persönlicher Erfahrung oder Fachwissen, etwa ein Ratgeber zur Reha, ist eine Person als Autorin oder Prüferin die bessere Wahl. Den Betrieb vorzuschieben, damit niemand merkt, dass keine Fachperson den Text gesehen hat, ist nicht ehrlich.
Das Markup spiegelt, was sichtbar ist
Strukturierte Daten beschreiben den sichtbaren Inhalt für Maschinen, die Grundlagen stehen in Strukturierte Daten für KI. Zwei Regeln gelten für Autoren besonders: Markup darf nichts enthalten, was Leser nicht sehen, und es verbessert laut Google das Ranking nicht. Mueller sagte 2025 sinngemäß, strukturierte Daten ließen eine Website nicht besser ranken. Sie helfen Google, Autoren eindeutig zuzuordnen. Mehr nicht.
author im Article: nur der Name, dazu eine URL
Googles Dokumentation zum Article-Markup kennt keine Pflichtfelder, gibt für den Autor aber klare Regeln. Der Typ ist Person für Menschen und Organization für Unternehmen. In name steht nur der Name, ohne Titel, ohne Berufsbezeichnung, ohne „von“ und ohne Verlagsnamen. Jeder Autor bekommt ein eigenes Objekt. Und url zeigt auf eine Seite, die die Person eindeutig kennzeichnet, typischerweise ihre Autorenseite. Alternativ versteht Google sameAs, etwa mit einem Link auf ein externes Profil.
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "BlogPosting",
"headline": "Schulter nach der OP: fünf Übungen für die ersten Wochen",
"image": ["https://beispiel-physio.de/bilder/schulter-uebungen-16x9.jpg"],
"datePublished": "2026-09-12T09:00:00+02:00",
"dateModified": "2026-09-30T14:20:00+02:00",
"author": [
{
"@type": "Person",
"name": "Lena Beispiel",
"url": "https://beispiel-physio.de/team/lena-beispiel"
}
],
"publisher": {
"@type": "Organization",
"@id": "https://beispiel-physio.de/#organization",
"name": "Physiopraxis Beispiel",
"url": "https://beispiel-physio.de/"
}
}
</script>
Falsch wäre "name": "Lena Beispiel, Physiotherapeutin" oder "name": "Lena Beispiel und Tom Muster". Die Rolle gehört in die Byline und auf die Autorenseite, ein zweiter Autor in ein zweites Objekt.
Schreibt der Betrieb selbst, sieht der Autor so aus. Als url nennt Google für Organisationen die Startseite:
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Article",
"headline": "Neue Öffnungszeiten ab November",
"datePublished": "2026-10-01",
"author": {
"@type": "Organization",
"name": "Physiopraxis Beispiel",
"url": "https://beispiel-physio.de/"
}
}
</script>
ProfilePage und Person für die Autorenseite
Für Autorenseiten, Über-mich-Seiten und Mitarbeiterprofile gibt es seit November 2023 ProfilePage. Pflicht ist nur mainEntity, die Person oder Organisation, mit ihrem name. Empfohlen sind unter anderem description, image (kein Platzhalterbild), sameAs und die Datumsangaben. URL und Name sind dieselben wie im author des Artikels.
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "ProfilePage",
"dateCreated": "2024-03-01T10:00:00+01:00",
"dateModified": "2026-09-30T14:20:00+02:00",
"mainEntity": {
"@type": "Person",
"@id": "https://beispiel-physio.de/team/lena-beispiel#person",
"name": "Lena Beispiel",
"jobTitle": "Physiotherapeutin",
"description": "Behandelt seit 2011 Patienten nach Schulter- und Knieoperationen.",
"image": "https://beispiel-physio.de/bilder/team/lena-beispiel.jpg",
"url": "https://beispiel-physio.de/team/lena-beispiel",
"worksFor": { "@id": "https://beispiel-physio.de/#organization" },
"knowsAbout": ["Physiotherapie", "Reha nach Schulteroperationen", "Manuelle Therapie"],
"hasCredential": {
"@type": "EducationalOccupationalCredential",
"name": "Staatliche Anerkennung als Physiotherapeutin"
},
"sameAs": [
"https://www.linkedin.com/in/lena-beispiel-physio"
]
}
}
</script>
jobTitle, knowsAbout und hasCredential sind gültiges schema.org, aber in keiner Google-Dokumentation als genutzt beschrieben. knowsAbout deutet laut schema.org Expertise nur an, es ist eine Selbstauskunft. Nimm diese Felder, wenn die Angaben sichtbar auf der Seite stehen, und erwarte nichts davon.
Organization für Start- oder Über-uns-Seite
Organization gehört laut Google auf die Startseite oder auf eine Seite, die das Unternehmen beschreibt, etwa die Über-uns-Seite. Pflichtfelder gibt es keine, das Logo sollte mindestens 112 mal 112 Pixel haben. Name und Adresse müssen zum Impressum passen.
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Organization",
"@id": "https://beispiel-physio.de/#organization",
"name": "Physiopraxis Beispiel",
"url": "https://beispiel-physio.de/",
"logo": "https://beispiel-physio.de/bilder/logo-512.png",
"description": "Physiotherapiepraxis mit Schwerpunkt Reha nach Operationen.",
"telephone": "+49-231-5550100",
"address": {
"@type": "PostalAddress",
"streetAddress": "Musterstraße 1",
"postalCode": "44135",
"addressLocality": "Dortmund",
"addressCountry": "DE"
},
"sameAs": [
"https://www.instagram.com/beispielphysio"
]
}
</script>
Für eine Praxis oder einen Laden mit Adresse passt auch LocalBusiness, darauf verweist Google selbst. Über das @id hängen die Blöcke zusammen: Der Artikel nennt den Verlag, die Person arbeitet für denselben Betrieb.
Was Google nicht liest: meta author und rel=author
Viele Themes setzen <meta name="author">, viele Plugins zusätzlich das Open-Graph-Feld article:author. Beides steht nicht auf Googles Liste unterstützter Meta-Tags, und nicht unterstützte Tags ignoriert Google laut Doku. Für Google zählen Byline und author im Article-Markup. Schaden tun die Tags nicht, andere Systeme wie soziale Netzwerke lesen sie. Halt sie identisch zur Byline.
Ganz erledigt ist rel=author. Google zeigte von 2011 bis Mitte 2014 Autorenfotos in den Suchergebnissen und hat im August 2014 angekündigt, diese Angaben nicht mehr zu verarbeiten. Alte Authorship-Plugins und Links auf Google+ können weg.
Umsetzung in WordPress und Drupal
WordPress. Im Benutzerprofil Vor- und Nachnamen eintragen, „Öffentlicher Name“ auf den echten Namen stellen, biografische Angaben füllen. Steht dort „admin“, gibt Yoast den Person-Block laut eigener Dokumentation gar nicht aus. Sonst erzeugt Yoast aus dem Profil ein Person-Markup mit Name, Beschreibung, Bild, URL und Profil-Links, ob Autorenarchive indexiert werden, stellst du in den erweiterten Einstellungen ein. Bei Rank Math stehen Autorenseiten standardmäßig auf noindex. Soll das Autorenarchiv deine Autorenseite sein, stell es auf Index und füll es mit Bio, Foto und Profilen, Rank Math bietet dafür auch ProfilePage-Schema an. Die Alternative ist eine eigene Seite „Über Lena Beispiel“ als Ziel der Byline und als author.url. Eine bloße Beitragsliste ist als Autorenseite zu dünn.
Drupal. Meta-Tags inklusive Open Graph setzt das Modul Metatag, JSON-LD kommt über Schema.org Metatag dazu, mit Untermodulen unter anderem für Article, Person, Organization und WebPage, gefüllt über Tokens wie [node:author:display-name]. Als Autorenseite erweiterst du das Benutzerprofil um Felder für Bio, Foto und Profil-Links oder legst einen Inhaltstyp „Person“ an. Bringt deine Modulversion keinen ProfilePage-Rahmen mit, hilft ein eigener JSON-LD-Block im Template. Vorsicht beim Datum: [node:changed] springt bei jedem Speichern, auch bei Massenaktionen. Für ein ehrliches dateModified lohnt ein eigenes Feld für die letzte inhaltliche Änderung.
So prüfst du das Ergebnis
Der Rich-Results-Test von Google zeigt, welche Markups Google auf einer URL erkennt, darunter Article, ProfilePage und das Logo aus Organization. Der Schema Markup Validator auf validator.schema.org prüft das ganze schema.org-Vokabular, also auch reviewedBy, knowsAbout oder hasCredential. Die Search Console hat einen eigenen Bericht für Profilseiten, für Article und Organization nicht. Ihre URL-Prüfung zeigt, welche strukturierten Daten Google gefunden hat und ob die Seite indexiert werden darf, so fällt eine Autorenseite auf noindex schnell auf. Das Einrichten erklärt Google Search Console einrichten. Ob Google eine Person als Expertin einstuft, zeigt kein Werkzeug.
Womit du anfängst
- Lies drei deiner wichtigsten Ratgebertexte so, als wärst du fremd: Steht ein Name dabei, und führt er irgendwohin?
- Bring die WordPress- oder Drupal-Profile in Ordnung: echter Name, kurze Bio, echtes Foto, Links zu externen Profilen.
- Lege für jede Person, die schreibt oder prüft, eine indexierbare Autorenseite an, mit Qualifikation, konkreter Erfahrung, externen Belegen und der Liste ihrer Artikel.
- Ersetze auf der Über-uns-Seite Stockfotos und Floskeln durch Namen, Rollen und echte Bilder, und verlinke die Autorenseiten.
- Ergänze bei Gesundheits-, Geld- und Rechtsthemen einen sichtbaren Prüfvermerk mit Name, Rolle und Datum, wenn eine qualifizierte Person den Text wirklich geprüft hat.
- Füge einem Text, der von Erfahrung lebt, eigene Fotos, Messwerte oder ein Fallbeispiel hinzu.
- Prüfe das Markup:
authormit reinem Namen und URL, ProfilePage auf der Autorenseite, Organization auf Start- oder Über-uns-Seite, alles im Rich-Results-Test und im Schema Markup Validator.
Wie Traffalyzer dabei hilft
Traffalyzer kann E-E-A-T nicht messen, weil es dafür keinen Wert gibt. Der Scan prüft die technischen Voraussetzungen. Er zählt, wie viele deiner Seiten eine Autorenangabe in den Metadaten haben (meta name="author" oder article:author). Google wertet diese Tags laut eigener Doku nicht aus. Die Zahl ist trotzdem nützlich, als Hinweis für andere Systeme wie KI-Assistenten, Feedreader und soziale Netzwerke und als Indikator, ob auf deiner Website überhaupt Autoren gepflegt werden. Der Scan zählt außerdem, wie viele Seiten ein Veröffentlichungs- oder Änderungsdatum tragen, misst die Abdeckung mit strukturierten Daten nach schema.org und prüft HTTPS.
Er erkennt auch unglaubwürdige Änderungsdaten: Eine Seite meldet ein frisches Datum, obwohl sich ihr Inhalt seit Wochen nicht geändert hat, typisch, wenn das Theme das Datum bei jedem Aufruf neu setzt. Die Liste „Inhalte zum Auffrischen“ schlägt Inhalte vor, die zu veralten drohen, und mit verbundener Search Console siehst du, ob Rankings nach deinen Änderungen steigen. Ob deine Autorenseite überzeugt, beurteilst du selbst.
Häufige Fragen
Brauche ich für eine kleine Website überhaupt Autorenseiten?
Wenn du Ratgebertexte veröffentlichst, ja. Google empfiehlt Bylines, wo Leser fragen würden, wer das geschrieben hat, und fragt, ob sie zu mehr Informationen über die Person führen. Bei einer Ein-Personen-Website reicht eine gute Über-mich-Seite.
Ist eine Autorenseite ein Rankingfaktor?
Nicht direkt. John Mueller von Google nannte Autorenseiten kein Muss, aber sinnvoll, wenn Menschen den Informationen vertrauen sollen. Sie wirken über das Vertrauen der Leser, nicht als eigenes Signal.
Was gehört in author.name im Markup?
Nur der Name der Person, zum Beispiel „Lena Beispiel“. Keine Titel, keine Berufsbezeichnung, kein „von“, kein Firmenname, so verlangt es Googles Article-Dokumentation. Rolle und Qualifikation stehen in der Byline und auf der Autorenseite, mehrere Autoren bekommen je ein eigenes Objekt.
Wertet Google meta name="author" aus?
Nein. Weder dieses Tag noch article:author steht auf Googles Liste unterstützter Meta-Tags. Maßgeblich sind die sichtbare Byline und der author im Article-Markup. Für soziale Netzwerke und andere Systeme kann das Tag trotzdem nützlich sein.
Hilft reviewedBy-Markup bei Gesundheitsthemen?
Ein Effekt ist nicht belegt. Google dokumentiert reviewedBy nicht und erzeugt daraus keine besondere Darstellung. Sinnvoll ist ein sichtbarer Vermerk „Fachlich geprüft von“ mit Name, Rolle, Datum und Link zum Profil. Das Markup kannst du zusätzlich auf der WebPage setzen, es schadet nicht.
Soll ich das Autorenarchiv in WordPress auf noindex lassen?
Das hängt davon ab, wohin deine Byline zeigt. Ist das Autorenarchiv deine Autorenseite, sollte es indexierbar sein und echten Inhalt haben, bei Rank Math musst du das von noindex umstellen. Nutzt du stattdessen eine eigene Über-mich-Seite als Ziel, kann das Archiv auf noindex bleiben.